Pfingsten 18_A8

Schloss Trebsen an der Mulde lädt traditionell zu den Pfingstritterspielen und dem Gaudium der Spielleute ein. Der Historienveranstalter "Heureka" bürgt für authentisches mittelalterliches Treiben mit dem Augenmerk tradierte handwerkliche und regionale Gewerke vorzuführen. Gerade so als möge man dem geneigten Publikum aufzeigen, dass es einst in unserem Land möglich war, Waren zum guten Gebrauche herzustellen. Der Heureka-Zunftmarkt, mit drei Dutzend Ständen aus allen Landen, ist seit 1992 als Kumpanei in der Art der fahrenden Kauf- und Spielleute unterwegs. Doch Familienfest bedeutet vor allem kurzweiliges Amüsement und Aktionen für Kinder und die ganze Familie: Kinderitterturnier, Kinderbogenturnier, Eselreiten, Mitmach- handwerkerstände (wie Tischlern, Bogenbauen, Korbmachen, Schmieden). Die Märchenstunden finden traditionell 15 Uhr statt  und am Samstagabend der Spuk- & Laternenumzug ums Schloss Trebsen. Das Gaudium der Spielleute ist immer ein fantasievoller Kulturgenuss, denn die Zunft der "Vogelfreien" erdreistet sich dem staunenden Volk mit zotigen Sprüchen den Spiegel vorzuhalten, allerlei Kunststücke zu vollführen und die Musik des "alten Europa" zu zelebrieren.

Zu erleben gibt es das größte Ritterturnier Mitteldeutschlands in Europas einziger mobiler historischen Holz-Arena im Schlosspark zu Trebsen. Hohes Gestech und Tjoste, wilde Heerlager und haarscharfe Kämpfe der Ritter in voller Rüstung - Mann gegen Mann der Gunst einer Liebdame oder nur der Ehre wegen. Im Nebenprogramm: spektakuläres Katapult- & Blidenschießen, Gaukler & Hexen, Reibradkarussell, ein Handkurbelriesenrad, das 16te Heureka-Pfingst-Bogenturnier an zwei Tagen und natürlich Speis & Trank der Tavernen & Garküchen. Und Schloss Trebsen zeigt seine schönen neuen Seiten, die liebevoll hergerichtete Schlosskappelle nebst Herren- & Damenzimmern.

Arena Trebsen_kl
Bild - 13 Uhr Turnier - halbschattig

Das Trebesin-Turnier
"Spectatum veniunt, veniunt, spectentur ut ipsae!"

Die Vision des Grafen von Saalhausen

wir schreiben das Jahr 1518: einvernehmlich Friede soll herrschen im Sachsenland. Ein Turnier zu Pferde abzuhalten, gerade so wie es die alten Rittersleut' vor hunderten von Jahren abhielten, dazu hat sich der Hausherr Georg von Saalhausen entschieden, um daraus "große Spiele" zu bereiten. Die verfeindeten Clans der sächsischen Grafschaften und Fürstentümer sind geladen, endlich reinen Tisch zu machen. Dieser Wittenberger Mönch treibt die Kirche auseinander, die Untertanen wissen nicht was sie glauben sollen und die Fürsten frohlocken Anderer Reichtum zu erheischen. Georg mahnt, man solle doch die Streitereien der Väter beilegen und bestenfalls die Fürstentümer zu einem Land Sachsen zusammenzulegen.

Welch Vision des Grafen: überall mit gleichem Geld zu bezahlen, die lästigen und übervorteilenden Zollschranken abzubauen, nicht mehr oder weniger aber einheitliche Steuern von seinen Untertanen zu erheben, Kinder in Schulen zu schicken und Krankheit & Armut auszurotten. Da sind die Herren Grafen von Barby, von Rauchhaupt und der Miesepeter Wolf von Blasebalgk ganz anderer Meinung und sind willens, diese dem Herrn von Saalhausen auch zu geigen. Sie verführen mit ihren Untertanen wie sie wöllten, deren Wehgeklage ficht sie nicht an. Und wenn’s dem Volk nicht passt, dann sollen die doch zum Herrn Saalhausen auswandern oder gleich in die “neue Welt”, dort ist Platz genug für Hungerleider. Ja, liebe Kinder so war das früher, das kann man sich heutzutage gar nicht vorstellen - Euer Herold.

Nun wie dem auch sei, für ein trefflich Kampfgetümmel sind die verwegenen Haudraufs allemal zu haben und sie wissen, um die Leidenschaft und das Ergötzen des Publikums, solch Turnieren beizuwohnen und mit lautstarkem Jubel die Mannen anzufeuern. Und falls der Graf Georg das Turnier gewinnen sollte, gehen hernach die Sondierungsgespräche im Schlosssaal bei kühlem Nerchauer Trunk und üppigem Gelage vonstatten. Wenn nicht - dann kocht jedermann weiterhin sein eigenes Süppchen wohl bis sie hart verkrustet verdampft.

Im herrschaftlichen Schlosspark ist eine hölzerne Tribüne für das geneigte Publikum aufgebaut. Herrje, was nützt Reitkunst und Waffengeklirre wenn es denn keiner bestaunt. “Um zu schauen kommen sie, sie kommen aber auch, um selbst gesehen zu werden.” Alles in allem gestalten über 40 Beteiligte - vom Hofstaat über Ritter in voller Rüstung, deren Knappen, Persevanten (Turnierhelfer), Grieswärtel (Aufseher) bis hin zu den "Possenreitern" das Pfingstturnier zu Schloss Trebsen.

 

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Handwerk und Hökerei

Aus allen Teilen des Reiches haben sich wieder 5 Dutzend Stände angesagt,
um Ihre Buden auf dem Burgplan zu errichten um ganz nach guter Sitt
und altem Brauch ihre Waren zum Kaufe feilzubieten. Und natürlich laben
Speiss und Trank die Knurrmägen.

Freies Herrlager zu Trebsen

Katapult- & Bliden-Schießen 
Nach den Turnieren gehen die Katapulte in Stellung. Die Geschützmeister justieren und die Knappen halten die Meute im Zaum. Nach "Habacht" werden die Splinte gelöst und hölzerne Projektile sausen durch die Lüfte.

Schaukämpfe
Rüstige Haudegen, verwegene Kämpen dengeln aufeinander los, daß die Fetzen fliegen und Klingen silbern blitzen. Erprobt werden Mut und Geschick - wer weiß, wann's mal gebraucht wird. Die Steppkes können auch zum "echten" Ritter geschlagen werden, wenn sie die "ritterlichen Tugenden" komplett hersagen können.

Marketenderey & Lagerleben
Das Freie Heerlager zu Trebsen beherbergt über die Feiertage über 100 Mannen & Frouwen, welche sich der Historiendarstellung verschrieben haben. Gewandung und Ausrüstung sind nach überlieferten Vorlagen authentisch und in Handarbeit gefertigt. Gekocht wird über dem Feuer, gespeist aus Napf und Pfanne. Kind und Kegel leben die vermeintliche Romantik des dunklen Mittelalters und lassen sich gern über die Schulter schauen.

Spiel und Spass für Kinder

Burgrundritt auf Eselsrücken, beim Kinderritterturnier: ein Hauen und Stechen auf “echten” Pferderücken. Zu erobern sind der gutmütige Kletterdrachen „Fridolin“ und das spektakuläre “Wikingerschiff”, welches sich selbst an den Seilen hochzieht. Im einzigartigen Handkurbelriesenrad ist das Durchdrehen geradezu erhebend.

Traditionell zur Samstag-Nacht (ca. 22.00 h etwa 15 -20 Min.) der
Spukschloß - Laternen- & Fackelumzug

Die „Heureka-Bogenturniere“

1. Langbogen Scheibenturnier Samstag ab 12 Uhr
2. Jagdturnier Sonntag ab 13 Uhr
wird im Schlosspark als 3D-Turnier ausgeführt
und wie immer von “Knut von Rabenstein” angeleitet.
(Einschreibung am Turniertag)

Spielplan & Konzerte:

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Programm Download
Samstag/Sonntag

Programm Download
Montag

Samstag & Sonntag 21 h // Montag 17.30 h:
Das Gaudium der Spielleute
das Tagesabschluss-Spektakel mit allen Künstlern des Tages
Mumenschanz, Schabernack, Musike und Feuer-Spektakel

Heurekapelle “In Validus” (alle Tage)
Kundenlieder
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Schmierenkomödianten (alle Tage)
“Rokus Kokus” - Freies Theater
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Die Rapauken (alle Tage)
"Zum Zweispiel" - Stefan Weyh und Philipp Werner
Gesang, Harfe, Alphorn, Kesselpauken, Schlagwerk

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Euphorica (alle Tage)
“Goldene Stimmen aus Prag”
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Faun & Flora (alle Tage)
”Funtastische Illusionen”
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Mayl & Peg GB (alle Tage)
”fine english oldscool”
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Panthera (alle Tage)
Hexereien & Feuerkunst
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Horch (Samstag)
”Barock’n’Roll”
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Cradem Aventure (Sonntag)
“Die letzten Ostgoten”
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Memento Vivere (alle Tage)
“Die böhmerländer Haudegen”
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Venerius Motus (alle Tage)
Feuerspiel und Jonglageschule (Park)
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_wsb_214x437_Bilder_Anfahrt03Burg Trebezin
Die Wasserburg an der Mulde

Der Fund von Keramikscherben legt nahe, dass der heutige Standort von Schloss Trebsen bereits im 9. Jahrhundert besiedelt war. Vermutlich war es der slawische Gaugraf Bucelin, der 991 an dieser Stelle die Burg Trebezin errichten ließ, um die Muldenfurt und damit einen wichtigen Handelsweg zu schützen. Im 12. Jahrhundert wurde dann Schloss Trebsen auf den Festen des Slawensitzes errichtet. Erste amtliche Erwähnung der Wasserburg und ihres Herren Ritter "Heinricus de Trebecin" findet sich in einer Urkunde des Bischofs Berthold von Naumburg - ausgestellt am 1. Mai 1161. 1330 geht Schloss Trebsen über in den Besitz der Herren "Große von Döbeln".  Ab 1494 zieht mit dem Ritter Georg von Saalhausen einer neuer Eigentümer in das Schloss Trebsen ein. Im Schloss beginnt der Ausbau zur dreiflügeligen Anlage. Die Decke der im Erdgeschoss befindlichen Schlosskapelle erhält mit dem spätgotischen Wabengewölbe eine erhabene und eher selten zu bewundernde Architektur. 1516 gefällt es dem kurfürstlichen Kammerherren Hans von Minckwitz in die Rolle des Schlossherren zu schlüpfen. Er beendet die erste große Bauphase von Schloss Trebsen. In seine Fußstapfen treten 1548 der Graf von Barby, 1592 die Herren von Schulenburg und 1637 das Geschlecht derer von Dieskau.

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Schlossinfo und Anfahrt

Google-Position
http://maps.google.de/maps/place?hl=de&georestrict=input_srcid:dec6cfcf8d92e43f

 

Die Zeiten

 

TURNIERE

BURGMARKT

Samstag, 19.5.

13.00 Uhr
18.00 Uhr

10.00 bis
22.00 Uhr

Sonntag, 20..5.

13.00 Uhr
18.00 Uhr

10.00 bis
22.00 Uhr

Montag, 21.5.

15.30 Uhr

10.00 bis
19.00 Uhr

Eintrittskarten und Preise (seit 2003)
(incl. Zutritt Burgmarkt, Turnier, Konzerte, Schlosspark)

normal

12 Euro

ermäßigt

8 Euro
Kinder 4-16, Schüler,
Studenten, Behinderte

Familienkarte

30 Euro
Eltern + angehörige Kinder

Einzel-Dauerkarte/3 Tage (nur per Mail)

30 Euro

Bitte benutzt die ausgeschilderte
Parkwiese an der
Muldenbrücke
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Parkplatz vorm Schloss geschlossen
 (reserviert für Behinderte
& für Fahrräder frei)

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Tagespreis
2 Euro

Hinweis für Hundehalter
Auf dem gesamten Veranstaltungsgelände
gilt Maulkorbpflicht für Besucherhunde.

Das Gelände ist ein riesiger Kinderspielplatz!

In der Turnierarena (Tribünen) sind keine Besucherhunde erlaubt.
Bitte auch nicht während der Turnierspielzeit
irgendwo an einen Baum binden!

Pfingst-Ritter-Spiele
Schloss & Park Trebsen

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vom 19. bis 21.5.2018

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